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über uns berichtete die Presse...
19.03.2001 Rheinische Post
Eva Schieffer, Yvonne Herter und das
Gürzenisch-Quartett und Haydn zum
Filet
Von Horst M. Becker
Keine Frage: schon die Ouvertüre aus Händels
"Xerxes" (Streichquartett und Basso continuo)
oder Telemanns a-Moll-Suite für Altblockflöte
und Streicher bedeuteten einen barocken Hörgenuss par
excellence. Vor allem sorgte Eva Schieffer, Krefelderin
und Solo-Blockflötistin des Kölner
Gürzenich-Orchesters, für ein frühes
i-Tüpfelchen. Gut abgestimmt von Beginn an, wurde
flüssig gespielt. Noch gesteigert wurde der
Eindruck dank Schieffers brillianter Anblas-Artistik
auf der Sopranino-Flöte bei Vivaldis
Concerto C-Dur, PV 78. Ein solistisches Extra-Juwel
en miniature gab Eva Schieffer auf der C-Flöte.
19.03.2001 Westdeutsche Zeitung Krefeld
Das heitere Licht der Musik
Burgserenade mit dem Gürzenich-Quartett und
weiteren Gästen
Zunehmend erhellten sich die Gesichter, immer
heiterer wurde ihr Ausdruck. Das Lächeln setzte
sich durch allein durch die bezaubernde Spielweise der
Solistin und der Musiker, die sie begleiteten. Das
Gürzenich-Quartett mit Torsten Janicke und Rose
Kaufmann, Violine; Mille Kosi, Viola, und Joachim
Griesheimer, Violoncello, ergänzt durch Yvonne
Herter am Cembalo begleitete im ersten Teil des
Programms die Krefelder Blockflötistin Eva Schieffer.
Einleitend und einstimmend erklang die Ouvertüre
zu "Xerxes" von G.F. Händel, so als
Eröffnung des barocken Programmteils. Und dieser
ließ niemand mehr aus seiner Spannung. Eva Schieffer
musizierte mit dem Quartett und der Cembalistin die
Suite a-moll für Altblockflöte und Streicher
mit einer Leichtigkeit und Intensität, die bezauberte.
Differenzierte Artikulation der einzelnen melodischen
Phrasen, pointierte rhythmische Akzente und eine selten
leichte Virtuosität, die das Werk Technik vergessen
machte, erzeugten zunehmend auf den Gesichtern der aus dem
Alltag entflohenen Zuhörer ein Lächeln.
"Les Plaisirs", "Air a l'Italien",
"Poonaise" verspielt tänzerische Musik
Telemanns, adäquat unterstützt und musiziert von
Yvonne Herter und dem Gürzenich-Quartett.
Das Concerto C-Dur, PV78 für Sopraninoflöte und
Streicher von Antonio Vivaldi vermochte die Assoziationen
an das Venedig Canalettos zu öffnen: heiteres Licht,
unbeschwerte Leichtigkeit der Musik. Für die Zugabe,
eine mittelalterliche Spielmusik für Soloflöte,
die imaginär-musikalische Geschichte erzählt,
holte Eva Schieffer noch eine weitere Variante des
Instruments hervor.
15.05.2000 Westdeutsche Zeitung
Mit zwei Flöten an den Lippen -
Konzert im Chorraum von St. Stephan
Von Ute Büchter-Römer
Zwischen Renaissance und Barock, folkloristischen
Tänzen und Experiment, an diesem Sommerabend im Mai,
im Chorraum von St. Stephan gab es Musik von vielen
verschiedenen Flöten und Gitarren, ein
ungewöhnlicher Abend. Eva Schieffer
(Altblockflöte, Gar-klein-Flöte,
Traversflöte ohne Klappen, Sopraninoflöte und
Bassblockflöte) und Barbara Golenia,
Gitarre, musizierten mit einem erfrischenden Drive.
Bei diesem Abend wurden die Assoziationen an stille
ernste Musik auf den Kopf gestellt.
Bereits die erste der drei Ricercaden von Diego Ortiz
aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts bestach durch
rhythmische Präzision und durch den kräftigen
Ton der Renaissanceblockflöte. Lebendig, virtuos und
differenziert die Interpretation der Suite d-moll von
J.S. Bach, die Eva Schieffer mit der Barockflöte
interpretierte. Sicher, klangschön und
musikalisch ausgesprochen subtil musizierte Barbara
Golenia mehr als begleitend auf der Gitarre. Die eher
stille Besinnung und überschäumende
Virtuosität dieser Suite wurde gleich in Richtung
tänzerischer Musik verlassen. Fetzig der
"Saltarello" aus dem Italien des 14. Jahrhunderts
mit der Gar-klein-Flöte musiziert. Souverän
interpretierte die Gitarristin die "Fantasia" von
Allonso Mudarra aus Spanien, wobei sie das Instrument auch
als Schlagzeug benutze.
Mit einem Sprung kamen die Künstlerinnen im
20. Jahrhunder an. Eva Schieffer improvisierte zunächst
auf der Bassblockflöte, jazzig, klangversessen,
witzig, sang weiter bis sie die nächste Flöte
in der Hand hatte, schnalzte, blies Luft statt Ton und
hatte zuletzt zwei Flöten an den Lippen, spielte
zweistimmig. Das alles war witzig, spannungsvoll und riss
die Zuhörer zu begeisterten Beifall hin. Dies war
Blockflötenmusik? Ein unkonventionelle Art,
Blockflöte zu spielen.
Die "Sechs rumänische Tänze" von
Bela Bartok charakterisierten jeweils eine Landschaft des
"Invocation et dance" von Joaquin Rodrigo
für Gitarre solo zeigten die ungemein klare
Gestaltungsfähigkeit und Intensität
der Solisten, und zuletzt fand die
musikalisch-folkloristische Reise im Tango
"Nightclub 1960" von Astor Piazzolla ihr Ende.
Die Überraschung des Publikums äußerte
sich in herzlichem Beifall, als Zugabe erklangen
"Entr' acte" von Jaques Ibert und zwei irische
Tänze gespielt auf der einheimischen Zinnflöte.
Die souverän gehandhabte Mischung der Stile, die aber
deutlich durch den Kerngedanken des Tanzes zusammengehalten
wurden, war so jugendlich unbekümmert, so jenseits
aller Routine voller Musikalität und Intensität
musiziert, dass die Klänge und Rhythmen noch lange
nachhallten.
16.05.2000 Rheinische Post
Flöte & Gitarre: Wenige Geistliche diesmal an
St. Stephan
Tango, Flamenco und Küchenkräuter -
Eine virtuose Klangreise durch Zeit und Raum
Von Christian Klöckner
Ein warmer Frühlingssommerabend in Krefeld, die
Biergärten locker. Das wusste auch Ulrich Stuers,
Kantor an St. Stephan, der den Zuschauern im gut
gefüllten, angenehm kühlen Chorraum der Kirche
deswegen das folgende Konzert "wärmstens"
ans Herz legte. Zu Recht, denn die Flötistin Eva
Schieffer und die Gitarristin Barbara Golenia brachten
einen überaus vielfältigen, Laune machenden
Beitrag zu den "Geistlichen Musikern in
St. Stephan" dar.
An diesem Abend nahmen die Künstlerinnen mit auf eine
Klangreise durch Zeit und Raum und stellten dabei ihre
virtuose Vielseitigkeit unter Beweis. Allen voran die
gebürtige Krefelderin Eva Schieffer, die ein gutes
Dutzend Flöten (von der nur zehn Zentimeter langen
Gar-klein-Flöte bis zu einer fast einen Meter langen
Traversflöte ohne Klappen) auf ihre jeweils
eigene Weise ertönen ließ. Dank deren
Originalbauweise ließen die Flöten verschiedene
Schauplätze vor den Augen und Ohren der Besucher
auftauchen: sei es ein turbulenter, mittelalterlicher
Markt oder die melancholisch-überschwängliche
Welt der Iren.
Während zu Beginn mit drei Recerdaden von Diego Ortiz
und Johann Sebastian Bach Suite d-moll (BWW 997) eher
besinnliche Stücke standen, folgten temperamentvolle,
launige Sätze. Weitere Stationen waren Bela Bartoks
Landschaftsbeschreibung in den "Sechs rumänischen
Volkstänzen", argentinischer Tango und wilder
Flamenco. Barbara Golenia stand dabei in Soli an
Präzision und Einfallsreichtum der Improvisationskunst
von Schieffer in nichts nach und setzte eigene Akzente.
Sollte man angesichts so vieler internationaler Folklore
und Titeln wie "Nightclub 1960" oder dem irischen
"Scarborough Fair", das sich in der Aufzählung
von Küchenkräutern eher mit Hexenkunst verbinden
lässt, fragen, was die Einordnung dieses Konzertes
in die "geistliche Musiken" rechtfertigt? Dank der
hochklassigen, Freude bereitenden Darbietung kann man
derartige Spitzen ruhig mal beiseite schieben. Tanz
und Freude am Spiel, das waren die immer stärker
hervortretenden und die drei Zugaben dominierenden
Eigenschaften. Für einen so schönen Sommerabend
im Mai doch gar nicht falsch! Und deshalb gab es, bevor es
zurück in die milde Abendluft ging, sehr viel und
sehr "warmen" Applaus.
29.05.2001 WAZ Bochum
üppige Klangfülle garnierte die Feste im Barock
Das Programm der Bochumer Symphoniker stand diesmal im
Zeichen von Gebrauchs-Kompositionen.
Als höchste virtuose Solistin war Eva Schieffer zu
erleben. Ihre Atemtechnik, die stupende Zungenfertigkeit
und ihre Musikalität waren begeisternd und ernteten
zurecht minutenlangen Beifall.
28.05.2001 Ruhr-Nachrichten Bochum
Die Suche nach der verlorenen Zeit -
"Basically Baroque" im Thürmer-Saal
Die Solopartien, Eva Schieffer wechselten ständig
zwischen Alt- und Piccoloflöte, waren virtuos und
ausdrucksstark vorgetragen. Baur selbst bezeichnete sein
Werk nicht als avantgardistisch, verlangte aber in seiner
Komposition großes virtuoses und musikalisches
Können von den Solisten.
Ihre große Klasse konnte Schieffer auch in Vivaldis
Concerto C-Dur für "flautino" beweisen.
Finger- und zungenbrecherische Läufe der
Ecksätzte verlangten von ihr ein
Höchstmaß an Konzentration und Virtuosität.
Nach einem imposant interpretierten irischen Volkslied
durfte die hervorragende Solistin die Bühne verlassen.
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